So sitzt man also mit 31 unter seinem Weihnachtsbaum von Walmart fuer 29.95 $ und merkt wie das Leben so vor sich hin plaetschert. Der Weihnachtsbaum ist alles andere als fancy. Damals war kein Geld mehr da fuer einen Besseren und jedes Jahr auf’s Neue traut man sich nicht so viel Geld fuer einen Plastikbaum auszugeben. Den Kindern gefaellt es ja. Was tut man an so einem Abend? Man krazt den Grind von einer alten Wunde waehrend man zwischen frischer und ungefaltetet Waesche sitzt. Man fragt sich ob man so langsam bequem wird und lieber drinnen im Warmen sitzt als raus zu gehen und was zu erleben. Das Schachbrett ist noch aufgebaut, der Tee noch warm aber die Luft ist raus. Man koennte jetzt lesen aber Judith Herman auf English tut einfach nur weh. Das andere Buch ueber “duenne Schlampen” redet vom Essen! Kein Kaffee mehr, keine Zigaretten, keinen Alkohol (ausser es handelt sich um biologisch angebauten Rotwein!), schon mal gar kein Fleisch und moeglichst nur Produkte vom lolaken Erzeuger. Eigentlich weiss man das doch. Der Koerper macht ja sonst schlapp. Da wuenscht man sich meditieren zu koennen aber auch das ist schwierig. Kinder rennen hin und her, der Hund schlabbert, der Mann findet nix. Langeweile!
Letzte Einträge »
Manche Tage sind sogenannte Doof-Tage. An Doof-Tagen ist man Klein-Doofi, der sich doof vorkommt und sich fragt was er/ sie wohl mal macht wenn er/sie mal nicht mehr so huebsch ist. Klein-Doofi ist also heute schon den dritten Tag krank auf die Arbeit gegangen und morgen wird es ein viertes Mal sein und die Angst vor einer Herzmuskelentzuendung waechst mit jeder Stunde. Die Naehlehrerin hat Klein-Doofies Naehprojekt wieder aufgetraent, zum dritten Mal, weil irgendwelche Naehte nicht so sein wollen wie sie sein sollen und Doofkopf wuerde das Teil am liebsten in die Ecke schmeissen und drauf herum trampeln. Ich wuenschte manchmal ich waere klueger, erwachsener und weniger impulsiv. Zumindest auf der Rueckfahrt nach der Naehstunde dachte ich mir: “Mensch, Klein-Doofi, du magst ja doof sein aber sowas auszuhalten schafft auch nicht jeder”. Ach……du doofer, doofer Tag, gehe vorbei und lass es bitte Morgen sein.
Nur allzu gerne lasse ich mich manchmal davon treiben, weit weg von jeglicher Vernunft. Es ist doch nur eine Frage dessen was man zu sehen bekommt und wie es dem eigenen Ich schmeichelt. Was ist denn wirklich schoen und unerreichbar? Die Augenblicke haeuften sich und schwach waren die Sinne und schon kamen die Zweifel an der eigenen Zurechnungsfaehigkeit. Wovon traeumst du denn? Ja es macht mich gluecklich und es macht dich gluecklich und andere eher ungluecklich. Was bleibt ist eine zuckersuesse Bitterness und das Gefuehl alt zu werden. So hab ich das aber nicht gewollt. Es ist ein Hauch von etwas, die Frage ob es das wirklich gibt oder doch nur im Maerchen und dann wieder der Gedanke ob das ueberhaupt einen Sinn hat. Was ich sehe gefaellt mir doch ich sehe noch so viel mehr; wandlungsfaehig, rauschend, taeuschend, flatterhaft und unerklaerlich. Wie kam das nur hierher und warum hat es sich gerade mich ausgesucht, ausgerechnet jetzt, wo es doch so unpassend ist. In dunklen Ecken hausen die unmoeglichsten Dinge, weit entfernt von den Erwartungen der Anderen. Ich kann doch wollen, ich kann doch akzeptieren und dennoch nicht ueber meinen Schatten springen. Und wieder die Frage was wirklich schoen ist. Es waren wohl meine Happy Moments.
