Der Begriff Wäschespinne kann ja vielerlei Bedeutung haben. Neben einem regulären Wäschetrockner kann eine Wäschespinne auch eine Spinne sein, die in der (Schmutz-)wäsche sitzt.
Er gestern: „Wäscht du bitte noch meinen Schlafsack, der liegt (ungefaltet) auf dem Garagenfußboden!“
Ich hasse es am Abend in die Garage zu gehen und ich hasse es schwarze Schlafsäcke aufzuheben bei denen man sich nicht sicher sein kann was sich eingenistet hat. Meine Abneigung hat einen Grund. Zu oft schon hab ich Spinnen in den Wäschekörben mit Schmutzwäsche in der Wäschekammer gefunden. Einmal sogar eine schwarze Witwe. E.P. ist nicht unbedingt der Ort an dem man mit einer Spinnenphobie leben möchte. Ich habe mal eine Zahl gehört, demnach soll es hier alleine 800 verschiedene Spinnenarten geben. Ich weiss nicht ob das stimmt, aber immer dann wenn ich mit solch einem Tier kollidiere, dann ist es riesengroß.
Ich trug also vorsichtig den Schlafsack ins Haus, schüttelte hier und da ein wenig, stopfte das Ding in die Waschmaschine und war erleichtert, dass mich nix angefallen hat.
Ein wenig später ging ich in die Küche, die sich direkt neben der Wäschekammer befindet, knipste das Licht nicht an, weil ich mir auch im halbdunkel Wasser holen kann. Auf dem Boden zwischen meinen nackten Füßen sitzt eine riesige Spinne. Ich fange an zu kreischen ich suche nach einer wirkungsvollen Waffe und finde nix. Mein Mann kommt angerannt, ich springe mit einem Satz auf den Küchenschrank und bleibe dort oben sitzen. Mein Mann hat Baby auf dem Arm und greift nach einem Gummiball, der da gerade so rum liegt und verfolgt also diese riesige Spinne, die versucht nach rechts und nach links auszuweichen. Das Ganze dauert ein paar Sekunden, dann hat der Gummiball die Wäschespinne erledigt. Ich klettere erst dann vom Schrank wieder runter als die Spinne ordnungsgemäß entsorgt wurde.
Mein Mann bricht in schallendes Gelächter aus. Er hätte mich noch nie so hoch springen gesehen. Ich bin wütend und schwöre nie mehr barfuß durch das Haus zu laufen und schon gar keine schwarzen Schlafsäcke mit Wäschespinnen drinnen zu waschen….

9 comments
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Mai 14, 2009 um 2:17
Wienermaedel
Solche Wäschespinnen mag ich nicht. Wir leben in einem Holzhaus und haben auch häufig Spinnen, jedoch in erträglicher Größe, gefohen bin ich noch nicht!
Mai 15, 2009 um 5:02
SiSiSi
Oh mein Gott, ich fühle mit dir. Würde sagen: das nächste Mal geht der Mann selbst in die Garage und holt seinen Kram.
Was ist denn bei dem TOEFL-Test rausgekommen? Ich warte seit Tagen auf die glückliche Fortsetzung…
Sei lieb gegrüsst, Lieblingsc.! Bei mir ist’s hell…
Mai 17, 2009 um 4:32
Butterflocke
…*schüttels*….ich kann das so wunderbar nachempfinden. Ich kriege beim Anblick von Spinnen eine Gänsehaut wie sie dicker nicht sein kann.
lieben Sonntagsgruss
die Butterflocke
Mai 18, 2009 um 7:20
kleeblumenkranz
@Wiendermädel: Holzhäuser erinnern mich an meine frühe Kindheit. Ich kann mich an die Holzhausspinnen erinnern. Bis zu einem gewissen Grad hab ich mich an die Spinnen hier gewöhnt, man rechnet ja immer irgendwie damit. Aber trotzdem kriege ich da noch immer Panik-Attaken.
@SiSiSi: Naja, sowas kann ich ihm nicht sagen. Er ist gerade wieder mal weg und bevor sie alle ins Feld gehen arbeiten die Jungs wie die Tiere, zum Teil 12 Stunden draußen an den Fahrzeugen bei 35 Grad im Schatten. Der ist einfach kapputt wenn er am Abend heim kommt und ich umsorge ihn dann selbstverständlich und helfe ihm auch sein Zeug vorzubereiten. Die Gleiche Behandlung bekomme und erwarte ich schließlich auch von ihm, wenn es mir mal nicht gut geht.
Am Donnerstag dürften die Ergebnisse da sein. Mal schauen wie schlau die kleine Cousine ist.
@ Butterflocke: Ich glaube die Spinnenphobie ist so ein Women’s thing. Die sind aber auch merkwürdig gebaut mit ihren komischen Beinen und Sargkammerfarben.
Mai 18, 2009 um 9:31
Sandra
Kann ich nur bestätigen…hab auch den totalen spinnenhorror…werde steif wie ein brett und bin total erstarrt vor angst und ekel.
Und dann wird das veih auf nächstbeste Art um die Ecke gebracht…eine habe ich in der waschküche mal mit chlorbleiche verätzt…die konnte man so schön aus abstand draufspritzen…..
Der gummiball is allerdings fragwürdig…ich würde das Vieh erst ewig nit treffen und danach wäre ich unfähig den doofen Ball anzufassen….naja, für irgendwas müssen kerle ja gut sein
Mein ultimatives Spinnenerlebnis hatte ich in der schweiz…die eltern meines damilgen freundes hatte das Gästezimmer im souterain, er hatte mich bereits gewarnt, dass es durch die knapp über der Erde verlaufenden Fenster sehr spinnenaffin ist.
Ich wachse mir also mei gesicht, spüle die seife ab, öffne noch tief übers waschbeceken gebeugt die augen und dierekt vor mir krabbelt eine fette spinne aus dem waschbeckenüberlauf. da war ich echt kurz vorm nervenzusammenbruch. seitdem haben waschlappen eine vollkommen neue attraktivität.
Mai 18, 2009 um 12:37
Karl-Heinz
In Texas ist eben alles Größer – auch die Spinnen. Aber ab und zu scheinen sich doch paar Spinnen aus Texas über die Grenze nach Arkansas einzuschleichen, denn paar größere Beispiele davon habe ich schon hier gesehen. Die meisten Spinnen – und wir haben durch das wärmere Klima auch bei uns genug davon – schlage ich mit der flachen Hand tot. Aber wenn das so große Biester sind, nehme ich mir doch lieber einen Schuh oder was ähnliches.
Mai 19, 2009 um 11:00
kleeblumenkranz
@Sandra: Na ob du hier ruhig schlafen kannst, wenn du her kommst?
nee, ernsthaft, die meisten Spinnen bleiben auf dem Boden und kommen nicht weiter als bis zur Küche bevor sie von der Katze gefressen werden. ist doch, beruhigend, oder? Ich kann ja auch nochmal spritzen lassen…..
Karl-Heinz: Ja, hier sind tatsächlich einige Dinge grösser als anderswo auf der Welt. Dieser Texas Werbeslogan beruht wirklich auf wahren Gegebenheiten. Das Schlimme an den Spinnen ist halt, dass die echt Schaden anrichten können. Ich wusste nicht, dass ihr in Arkansas auch so Probleme mit den Tierchen habt.
Mai 22, 2009 um 3:19
ninifee
Wahhh – grusel. Da bekomm ich gleich solidarisch Gänsehaut. Ja, ja – die gemeine Wäschespinne – ist weltweit verbreitet wie mir scheint. Unser Haus ist eigentlich grösstenteils „Vergittert“ heisst – mit Insektengitter (der Schwager vertreibt die und ich finde es ist eine tolle Erfindung nachdem sämtliche Tiere die stechen und beissen immer MIR einen Besuch abstatten) – allerdings finden sich immer und immer wieder Spinnen im Keller. Und die grossen, fetten, schwarzen Spinnen, die sitzen unter der Wäsche. Seltsam oder? Auf jeden Fall gehe ich jetzt nicht mehr in den Keller – eigentlich wollte ich noch eine Maschine anwerfen – aber dein Post hat mich abgeschreckt. Schliesslich ist morgen auch noch ein Tag ….:)
ninifee
Mai 26, 2009 um 3:11
Schnuppschnuess
Ich bin auch so eine fliegentürvergitterte Spinnenhasserin.
Gestern habe ich einen fahrbaren Wäscheständer von der Terrasse ins Wohnzimmer gerollt, weil die Wäsche noch nicht ganz trocken war. Und irgendwann lief dann auch so ein fettes Biest über den Boden. Nach erfolgreicher Jagd und Eliminierung habe ich mir dann vorgestellt, wie das Viech in der Wäsche saß, iiiiihhhhhhh! Ich habe mal ein T-Shirt angezogen und irgendwas piekte mich am Armausschnitt. Es fühlte sich an wie ein vertrocknetes Stöckchen und als ich es hervorzog… ich kann es nicht schreiben, nur soviel – das Stöckchen war tot. Ansonsten wäre ich jetzt wahrscheinlich in einer Anstalt und nicht im heimischen Wohnzimmer.
Nach der Story mit den nackten Füßen habe ich mir erst mal die Schluppen angezogen. Sicher ist sicher…