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Irgendwo in Deutschland sitzt ein armer Mann und hat Hunger weil die Amerikaner zu viele Snickers essen…..
….den man nicht lesen sollte, wenn man zu schwache Nerven hat. Es geht um Verhuetung und ich habe mir seit Wochen ueberlegt wie ich es schreibe. Ich war schon immer sehr sensibel was das Thema angeht und meine Odysee damit begann in einem sehr fruehen Alter. Meine Mutter hatte eine Sinusvenenthromose und da alle anderen Ursachen ausgeschlossen werden konnten sah man die Ursache in der hormonellen Kontrazeption. So eine Gehirnthrombose ist eine ernste Angelegenheit, die in 20% aller Faelle zum Tode fuehrt. Ich war damals ein Teenager. Ich fand sie nicht ansprechbar auf der Couch. Sie muss sich irgendwo den Kopf angestossen haben als sie bewusstlos wurde. Ich hatte einen Schock fuer’s Leben.
Ich, meine kleine Schwester und mein Stiefvater taten was wir konnten um den Alltag aufrecht zu erhalten. Ich schnitt mir einmal fast den Finger beim Kochen ab. Wir fuhren am gleichen Nachmittag meine Mama im Krankenhaus besuchen. Ein noch junger und ziemlich huebscher Krankenpfleger desinfizierte dort freundlicherweise meine Wunde, fragte nach meinem Namen, klebte ein Pflaster drauf. Eine Krankenschwester unterbrach jenen sehr romantischen Moment und schickte ihn weg bevor man Telefonnummern austauschen konnte. Es war also auch fuer mich an der Zeit an Verhuetung zu denken.
Meine Mutter erholte sich erst einmal wieder. Verhuetung war seit diesem Erlebnis ein sehr schwieriges Thema fuer mich. Was hatte man denn wirklich fuer Alternativen ausser der Pille und den Ueberziehern? Gar keine! Ausserdem hoerte ich einmal wie mein ach-so-beliebter Deutschlehrer zu meiner Englischlehrerin sagte, dass man sehen koennte welche Maedchen die Pille nehmen wuerden: „Die sehen alle aus wie aufgegangene Hefekuchen!“ Na danke auch. Heute wuenschte ich, jemand haette sich mit mir hingesetzt und mir alles einmal richtig erklaert.
Es kam wie es kommen musste und ich sass eines Tages bei meiner Frauenaerztin, die mir mitteilte, ich wuerde ein Kind erwarten, ich sei im fuenften Monat schwanger. Er nuckelte da gerade an seinem winzigen Daumen. Ich konnte mich nicht daran erinnern, wie das Kind gezeugt wurde. Ich freute mich. Kurz nach der Geburt meines Kindes verstarb meine Mutter. Sie hatte vorher noch ihr Enkelkind auf den Arm nehmen duerfen. Heute kann ich mich kaum mehr an meine Trauerzeit erinnern. Ich war beschaeftigt mit meinem Kind und hab den Schmerz erfolgreich bekaempft.
Wenn ueberhaupt was lief dann mit Kondomen. Spaeter dann kam der Ring zum Einsatz: „Sch…., Wo ist das Teil hin?“ Also auch keine wirkliche Loesung.
Ich fand trotzdem jemanden, der mich heiraten wollte. Naechsten Monat feiern wir uebrigens unseren fuenften Hochzeitstag ( Zuge-raus-streck an alle hasserfuellten Leute, die uns kein Jahr gaben!!!
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Nach diesem sehr schwierigem Jahr mit dem Verlust unserer Tochter einigten wir uns darauf zu warten und nicht gleich erneute einen Versuch zu wagen. Als mein puerto-ricanischer Soldaten-Frauenarzt fragte wie ich den verhueten moechte, entschied ich mich fuer ein sogenanntes Intrauterine Device, Spirale- auf Deutsch. Dieses wird in den Muttermund eingefuehrt und bleibt dann bis zu fuenf Jahren im Uterus. Eigentlich ganz einfach, oder? Es wurde also ein Termin gemacht und der Eingriff sollte eigentlich ganz easy sein. In Amerika verhuellt man sich in gruene Tuecher wenn man als Patient in der gynaekologischen Abteilung ist, damit man ja nix sieht. Das ist auch in einem Militaerkrankenhaus nicht anders. Es kann hoechstens passieren, dass sie einem The-hottest-guy-ever in voller Militaermontur zum Krebsabstrich machen schicken, aber das ist eine andere Geschichte.
Der Eingriff an sich war ganz unkomliziert, ein kurzer Schmerz und vorbei war es. „Sie koennen sich jetzt anziehen“, die Hebamme verliess den Raum. Ich stand auf und merkte das mir total schwindelig wurde. Ich bekam es mit der Angst zu tun, taumelte vor mich hin, schaffte es irgendwie mich halbwegs anzuziehen und oeffnete die Tuer um Hilfe zu holen. Die Hebamme und eine Schwester kamen angerannt und verfrachteten mich auf eine Liege.
Ja, manche Frauen zeigen so eine Reaktion. Ich war die letzte Patientin des Tages. Ich wurde blass und fuehlte mich ganz elend. Die Hebamme ueberarbeitete fuer die naechsten 15 Minuten meine Patientenakte. Ich glaubte mir ginge es danch besser. Ich stand auf, stammelte ein Goodbye und schaffte es in den Warteraum des gynekologyschen Klinikbereiches. Ich klappte dort zusammen. Es war niemand mehr da, die Anmeldungsdame tippte vor sich hin. Ich schleppte mich raus, lief ein paar Meter und liess mich auf einen Sitz vor dem Emergency Room fallen. Ich muss wohl kaeseweiss gewesen sein denn das Wachpersonal wurde auf mich aufmerksam. Combat Boots tippelten an mir vorbei. Nein, so wollte ich nicht sterben. Ich hing im Sitz und dachte uber meine Optionen nach. Ich haette meinen Mann anrufenkoennen, der daheim war mit den Kindern aber bis er diese ins Auto verfrachtet haette, waere ich dreimal nach Hause gefahren. Ich stand auf und wollte den Blicken des Wachpersonals entfliehen. Leider war das Veteranen Taxi nicht da. Wenn man Glueck hat wird man naemlich vor dem Krankenhaus von einem alten Kriegsveteranen im Golf Cart zum Auto gefahren. Ich schleppte mich unter der grellen texanischen Sonne zum Auto, setzte mich hin und ueberlegte mir wie lange die wohl brauchen um mich zu finden wenn ich in Ohnmacht fallen wuerde. Ich startete das Auto und schaffte es irgendwie nach Hause. Ich lief durch die Tuer und ignorierte die Kinder, die auf mich zugerannt kamen. Im Schlafzimmer angekommen fiel ich ins Bett. Mein Mann verstand die Welt nicht mehr. Ich schrie ihn an er muesse mir jetzt unbedingt und ganz schnell Brownies backen. Irgendwo im Schrank war noch eine Fertigpackung, absolutes Comfort Food. Ich schlief, ich waeltzte mich hin und her vor Schmerzen, ich ass meine Brownies und fuehlte mich erst nach drei Tagen einigermassen besser. Mein Koerper mochte keine Spiralle und auch keine Hormone und letztendlich schaffte er es das Ding los zu werden und ich hatte es irgendwann in der Hand. Was fuer eine Erleichterung.
Am Nachsorgetermin brachte ich das Ding in einer kleinen Tuete mit. Die Hebamme war etwas ratlos. Ich sagte ihr klipp und klar, dass ich nicht mehr will. Sie nahm meine beiden Haende und sagte: „You have been through a lot this year [...]„. Dann nahm sie einen Stift und einen kleinen Zettel und schrieb mir die Telefonnummer von der katholischen Diazioese in El P. auf. Verhueten mit de katholischen Kirche?
Ich rief an und machte einen Termin. Die Dame am Telefon konnte mir keine genaueren Informationen geben. Ich sah auf der Webseite, dass “Natural Family Planning“ eher was fuer frisch Verlobte ist und neben den medizinischen Aspekten eben auch andere fuer mich nicht durchfuehrbare Wertevorstellungen enthielt. Und ausserdem kostete es Geld!
Ich war traurig und verzweifelt. Meine Freundin, die Geburtsbegleiterin hatte irgendwann mal etwas von einem Buch erwaehnt, ich erinnerte mich daran. Am naechsten Morgen fuhren mein Mann, meine Kinder und ich zum Buchladen. Ich kaufte ein Buch zu einem eher bescheidenen Preis wenn man das in der Relation sieht. Es heisst “Taking Charge of your Fertility“ von Toni Weschler, MPH. Das Buch hat fast 500 Seiten, deckt aber alles ab was Frau so wissen muss und ich bin der festen Ueberzeugung jede Frau, egal ob sie hormonell oder sonstwie verhuetet, sollte es lesen. Natuerliche Verhuetung ist nix anderes als die genaue Beobachtung des Koerpers und des Buchfuehrens. Nebenbei ist das Thema an sich sehr interessant. Im Nachhinein frage ich mich ernsthaft warum ich sowas Wichtiges wie meinen eigenen Koerper so lange auf die Wartebank geschoben hab und was haben die uns eigentlich im Biologieunterricht beigebracht?
So, hier ein paar Bilder vom Babyshower. Ich wuerde sagen es war ein voller Erfolg, auch wenn nicht alle gekommen sind, die eingeladen waren. Naechstes Mal muss ich allerdings die Bilder selber machen. So richtig gefallen mir diese naemlich nicht.
Zu einem Babyshower gehoert natuerlich immer eine Ballontraube.
Passend dazu gab es Papierteller und Becher. Ja, ich weiss der Planet stirbt….
Auch auf dem Kuchen war ein Teddy.
Wir spielten lustige Spiele. Zum Beispiel machten wir Babies aus Knete und ….
bemalten Babyunterwaesche mit Stofffarben, wie hier Frau Masters of Art.
Natuerlich gab es auch viel yummi Essen.
Und weil es so Spass macht, gibt es am naechsten Samstag gleich wieder eine Party. Mein Sohn wird neun und will eine Chef-Party, Chef as in Koch. Ich hoffe keines der Kinder kommt mit seiner besten Sonntagskleidung. Sie duerfen naemlich ihre Cup Cakes selber gestalten und wir machen andere Spiele, die mit Essen zu tun haben. Ich freue mich schon.







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