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Morgen wird es ernst. Phase 1 meines geplanten Studiums wird eingeleitet und ich sehe einem mehrstündigen TOEFL Test (Test of English as a Foreign Language) entgegen. Ich hoffe mir wird nicht schlecht dabei. Die Damen in der Bibliothek waren so freundlich mir ein vorbereitendes Lehrbuch zu besorgen und ich bin noch fleißig am Lernen um eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. So schwer sieht der Test nicht aus, erfordert jedoch Konzentration. Während ich also an dem Entschluß feilte zu studieren wurde die neue GI Bill zur beschloßenen Sache und soweit ich das absehen kann wird es noch in diesem Jahr möglich sein, dass wir die Finanazierung für mein Studium hinbekommen können. Es gibt nicht viel was mich jetzt noch bremsen könnte. Etwas, dass mir Sorgen bereitet ist die Beurteilung meiner bisherigen Ausbildungen. Ich hoffe meine Ausbildungen reichen als Zugangsvorraussetzung. Soweit ich das mitbekommen habe, sind nicht unbedingt die Abschlüsse selbst aber die Fächerkombinationen der Schlüssel zum Erfolg. Das liegt wohl daran, dass die zwei Schulsysteme so unterschiedlich sind.
Bye the way, hab ich schon erwähnt, dass ich nun stolzer Besitzer eines Dampfmops bin? Bei meinen ganzen Projekten muss man eben woanders Zeit sparen. Toll wie schnell man einen Boden damit sauber bekommt und toll dass dieser danach gleich wieder trocken ist, so dass Hunde-, Kinder-, Katzenfüße danach gleich wieder rumtapsen können. Das ganze erfordert keine Chemie und nur wenig Wasser, was es auch umweltfreundlich macht. Aber nicht das es mir geht wie jener Dame und ich meinem altem Mop das Herz gebrochen habe:

Schlimm, Schlimm sowas.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und den Müttern unter euch alles Gute zum Muttertag.

Es ist mal wieder an der Zeit etwas über die wundervollen amerikansischen Produkte zu schreiben, die man in Deutschland sicherlich schmerzlich vermisst.  Ab und zu schaue ich mir im Fernsehen eine Sendung an, die sich The Doctors nennt. Darin unterhalten sich ein Schönheitschirog, ein Kinderarzt, eine Gynäkologin sowie ein ER Doctor über alle möglichen medizinischen Themen.
Etwa 95 % der Zuschauer sind möglicherweise Frauen, die sich die Show nur wegen Dr. S. anschauen, unter dessen blauen Arztkittel sich der muskulöse Oberkörper abzeichnet. Natürlich ist er nicht verheiratet. Über eine Krankheit namens Ringworm (Hautpilz) sagte er einmal: „ I am fearful just because it has the word ring in it and that scares me….“ (Ich habe schon deswegen Angst davor, weil es das Wort Ring beinhaltet, das erschreckt mich).
Natürlich ist Dr. S. nicht verheiratet und seine Lebensabschnittsgefährtin ist ein Hund, der ihn auf den Bergtouren durch die Rocky Mountains begleitet.  Dr. S. hat selbstverständlich auch schon ein Buch geschrieben – über Frauen! Frei übersetzt trägt es den Titel: Sei nicht DAS Mädchen! Warum Frauen erst zu sich selbst finden müssen bevor sie in der Lage sind eine glückliche Beziehung zu führen. Ich habe es nicht gelesen und ich möchte es auch nicht lesen, weil ich mir Dr. S. eigentlich nicht als jemanden vorstellen möchte, der arrogant über seine zahllosen Dating Erlebnisse berichtet.  Da genieße ich doch lieber den Stresstest bei dem er sich freiwillig zur Verfügung stellte und dann mit nacktem Oberkörper auf der Treadmill spazieren ging. Das nenne ich Nachmittagsunterhaltung bei Kaffee und Kuchen. Er ist halt der Traum vieler (amerikanischer) Hausfrauen.
Ich möchte hier aber eigentlich nicht über Dr. S. schreiben sondern vielmehr  über einige der äußert interessanten wenngleich auch sinnlosen Produkte, die ab und zu vorgestellt werden. Heute zum Beispiel gab es mal wieder solche Beiträge. Der Schönheitschirug klebte fleißig Furzpflaster auf weiß-rote Unterhosen. Sinn und und Zweck dieser ist den Geruch beim furzen durch chemische Prozesse zu neutralisieren. Oder etwa die Zahnspange, die angiebt wieviele Minuten sie am Tag getragen wurde. Soll helfen die Teenager zu überwachen, damit sich die ca. mindestens 6.000 Dollar teure Zahnbehandlung auch lohnt. Die Zahnbürste mit Licht muss ich wohl nicht erst erwähnen.
Und immer gerne gesehen im amerikanischen Fernsehen : Schlafnummerbetten. Mit einer kleinen Fernbedienung kann man den Härtegrad seiner Matratze einstellen. Laut Onkeldoctorschlaf nämlich können Druckempfinden durch die Matratze den Schlaf empflindlich stören. Auf-dem-Rücken-schläfer haben andere Druckpunkte als Frauen mit dicken Hintern, die auf der Seite schlafen. Deswegen muss es möglich sein, sich seinen Härtegrad individuell einzustellen.

Das amerikanische Bett an sich ist ohnehin ganz anders als das Deutsche Durchschnittsbett.  Es besteht erst einmal aus einer Box Spring und der eigentlichen Mattress. Eine Box Spring ist so eine Art Untermatratze, die dafür sorgt, dass die eigentliche Matratze gerade liegt und Gewicht abgefedert wird. Sie besteht aus einem Rahmen, und ist mit Stoff bezogen und kann z.B. Springfedern enthalten. Die eigentliche Matratze ist wesentlich softer als Deutsche. Allerdings meine ich damit nicht, dass man einsinkt. Man liegt aber durchaus bequemer. Box Spring und Mattress zusammen gehen mir bis zur Hüfte. Man kommt daher leicht ins Bett hinein und leicht wieder heraus. Wegen der enormen Höhe aber, sollte man möglichst nicht aus dem Bett fallen, es sei denn man hat superdicken amerikanischen Teppichboden im Schlafzimmer. Dann gibt es das Headboard. Für uns Deutsche sieht das aus als hätte man beim Bettbauen geschummelt und wollte sich das Holz für einen ordentlichen Bettrahmen sparen und nur irgendetwas an die Kopfseite des Bettes nageln. Headboards können allerdings verdammt teuer sein.
Und dann kommt das leidige Thema mit der Bettwäsche. Hier bekommt man riesige Pakete. Darin enthalten sind normalerweise eine Decke, gesteppt, entweder in Queen oder King Size, Kopfkissenbezüge und drei ominöse Bettlaken. Es gibt keinen Bettdeckenbezug und wenn man seine Decke reinigen möchte, bringt man es zur Reinigung. Von den drei ominösen Bettlaken kommt eines, jenes mit der Borte, zwischen Boxspring und Matratze, eines unter die eigentliche Steppdecke und eines ganz regulär auf die Matratze (war zumindest immer meine Vermutung, ganz sicher bin ich mir da nicht). 

Müsste ich jedoch wählen, dann würde ich mich eindeutig für die amerikanische Version entscheiden. Eines muss man nämlich den Amis lassen: Sie wissen was bequem ist. Und dorthin zieht es mich jetzt auch…

Es wäre dann nun also soweit.  Die Lasten der Welt lasten auf den Schultern eines neuen Mannes und man möchte ihm am liebsten unterstützend die Hand reichen. Meine Begegnungen mit Obama waren bisher nur dahin gehaucht und merkwürdig amerikanisch.
Damals, als ich noch bei meinem Lieblingsfernsehanbieter beschäftigt war gab es den Obama Channel auf Kanal Dreiundziebzig. Den zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten Vierundzwanzig Stunden lang. Der Spaß muss ihn einiges gekostet haben. Jedenfalls gab es natürlich aufbebrachte McCain Anhänger, die sich über jenen Sender beschwerten weswegen alle Mitarbeiter ein Script bekammen wie mit solchen Leuten zu verfahren sei. Die Kunden wurden darin darüber informiert, dass auch die Republikaner ein solches Angebot vorliegen hatten, jedoch keinen Gebrauch davon machten. Man sieht ja was dabei raus kam. Ein Kunde beschwerte sich sogar einmal darüber, dass sein Fernseher immer auf Kanal 73 umspringen würde wenn Wahlwerbung von McCain auf einem anderen Sender gezeigt wurde. In was für einem Land leben wir, wenn sogar Fernseher eine politische Meinung haben…
Dann, letzte Woche waren wir mal wieder in Klein-Korea unterwegs. Zuerst ging es zum asiatischen Supermarkt. Wir kauften dort Kimschi, sehr schwarf würzig eingelegten Kohl, der hervorragend zu Jasmin Reis passt. Ich liebe asiatische Supermärkte. Wozu braucht man Kunstmuseen wenn asiatisches Verpackungsdesign eine Kunst für sich ist?
Und weil wir gerade in der Nähe waren statteten wir unserer Lieblingskoreanerin noch einen Besuch ab. Ihr gehört ein Geschäft für Herrenbekleidung, oder vielmehr für Jungs die „fly“ sein wollen. Zwischen falschen Bling Bling Zähnen, Hoodies, Baggy Pants und Baseball Caps sitzen in der Regel zwei bis drei ältere Koreanerinnen beim Tee. Wenn man in den Laden reinläuft wird einem zuerst Baby aus dem Arm genommen und geknuddelt und beschaut und in die Backen gekniffen. Da meine Tochter eindeutig einen asiatischen Touch abbekommen hat, fühlt sich die ältere koreanische Teegesellschaft natürlich magisch von ihr angezogen. Dann fragt man wo denn das andere Kind sei, jenes, dass bis um kurz nach drei Schule hat.
Mein Mann fängt dann immer an in Bergen von Klamotten zu wühlen während ich mich mit dem koreanischen Teekränzchen begnügte. Unsere Lieblingskoreanerin zog also letzte Woche aus einem riesigen Stapel Shirts ein Girlie Shirt mit dem Gesicht Obamas heraus. Eng an den Körper anliegend und mit goldenem Obama Schriftzug verziert ahnte ich bereits, dass der neue Präsident mehr Superstar als Politiker sein müsse. Sie wollte es mir schenken, ich aber konnte es nicht annehmen. Ich kann doch in meinem Alter nicht mit einem Pop-Idol auf meinem Bauch rumlaufen. Außerdem erinnerte ich mich an eine nette Collage von Polizeifotos von Kriminellen mit Obama Shirts, die ich im Internet gesehen hatte.
Ich hatte Angst, dass ein Fluch auf dieser Art von Shirts liegen würde und ich habe keine Lust nähere Bekanntschaft mit El P.s Finest zu machen. Anstatt eines Präsidenten zum Anziehen gab es dann halt Hershey´s Kisses, Küsse aus Schokolade. Genauso süß und berauschend.
Heute morgen statteten wir dann erneut der Dermatologie einen Besuch ab. Natürlich gibt es in amerikanischen Wartezimmern Flachbildschirme auf denen die Präsidentenvereidigung gezeigt wurde. Jeder im Wartezimmer starte mit offenem Mund auf die Fernseher. Und da war er: smart, fresh, lächelnd, jund und voller Elan. Neben ihm seine wunderbare Frau und die süßen Mädels. Wie ein junger gerechter König  mit seiner Königen umringt vom ganzen Hofstaat sprach er zu seinem Volke. Der alte König dankte ab und wurde zurück nach Texas geschickt. Er baut jetzt hier um die Ecke eine neue Tankstelle.
Wir wollen hoffen, dass man ihn gut beschützt so dass er seine Träume in die Tat umsetzen kann. Hoffnung am Horizont……