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So, hier ein paar Bilder vom Babyshower. Ich wuerde sagen es war ein voller Erfolg, auch wenn nicht alle gekommen sind, die eingeladen waren. Naechstes Mal muss ich allerdings die Bilder selber machen. So richtig gefallen mir diese naemlich nicht.

Zu einem Babyshower gehoert natuerlich immer eine Ballontraube.

Passend dazu gab es Papierteller und Becher. Ja, ich weiss der Planet stirbt….

Auch auf dem Kuchen war ein Teddy.

Wir spielten lustige Spiele. Zum Beispiel machten wir Babies aus Knete und ….

bemalten Babyunterwaesche mit Stofffarben, wie hier Frau Masters of Art.

Natuerlich gab es auch viel yummi Essen.

Und weil es so Spass macht, gibt es am naechsten Samstag gleich wieder eine Party. Mein Sohn wird neun und will eine Chef-Party, Chef as in Koch. Ich hoffe keines der Kinder kommt mit seiner besten Sonntagskleidung. Sie duerfen naemlich ihre Cup Cakes selber gestalten und wir machen andere Spiele, die mit Essen zu tun haben. Ich freue mich schon.

 

So, und nun werde ich offiziell ab diesem Monat wieder Student sein. Es war ein langer Weg für mich aber nun ist der Weg frei und ich kann mich neben der Familie, einem Umzug auf einen anderen Kontinent inklusive Reverse Schock auch noch mit meiner eigenen Bildung befassen. Zwischenzeitlich habe ich noch die Universität gewechselt und auch den Studiengang weil das andere sich mehr oder weniger als Irrfahrt ins Nirgendwo entpuppte. Ich habe nun etwas gewählt, was in meinen bisherigen beruflichen Werdegang so einigermaßen reinpasst, was ich auch weiterhin gerne tun würde und was ich brauche um meine langfristigen Selbstbestimmungspläne umzusetzen.
Ich werde eines Tages hoffentlich aus dem Studium mit einem Bachelor of Arts in Communication raus gehen. Am 28. September geht es los. Alle meine Papiere sind eingereicht, die Finanzierung des ersten Jahres sicher gestellt durch ein Förderprogramm für Militärehefrauen und am Montag bezahle ich meine Bücher.
Jetzt fragt sich bestimmt der ein oder andere warum ich mir für das viele Geld was mich der Spaß kosten wird nicht lieber einen schicken Lexus in die Einfahrt stelle und gratis in Deutschland studiere wo wir doch sowieso zurück gehen werden. Und hier fängt nämlich schon das Problem an. Erstens bin ich eine Mutter die vor hat sich wieder ins Berufsleben zu stürzen und das sobald wie möglich. Geht sowas in Deutschland überhaupt? Die Unis und Fachhochschulen sind doch bestimmt eher für jüngere Leute ohne Beruf und Anhang ausgelegt. Zweitens werde ich irgendwann sowiesowieder in den USA leben und daher macht es auch Sinn einen amerikanischen Abschluss zu haben, insbesondere da die Amerikaner nicht wirklich viel mit unserem dualen System der Berufsausbildung oder gar einem der neuen Bachelor Abschlüsse anfangen können und drittens weil ich mir selbst beweisen muss, dass ich in der Lage bin ein Studium in meiner Zweitsprache durchzuziehen.
Ich habe mich vor einer Weile mit dem Thema Fernstudium in Deutschland beschäftigt und siehe da, ich mit meiner Fachhochschulreife habe nur begrenzte Möglichkeiten. Ich kann nicht studieren was ich eigentlich möchte und da ich damals noch dachte ich würde wieder eine stillende Mutter werden, die immer das Kind an der Brust hat und somit nicht zu Klausuren erscheinen kann, kam das schonmal gar nicht in Frage. Man macht doch ein Fernstudium damit man zeitlich und räumlich unabhängig ist. Warum soll ich dann irgendwo hin um irgendwas zu schreiben? Was soll das denn?
Ich finde es sehr enttäuschend, dass sämtliche deutsche Weiterbildungsangebote nicht in mein Lebenskonzept zu passen scheinen. Dabei wäre doch gerade das ein riesiger Fortschritt in der deutschen Gesellschaft. Ich finde man darf ruhig aus dem Traditionellen ausbrechen und wenn man will auch noch mit fast 29 anfangen was vollkommen anderes zu machen. Warum ist das in Deutschland so schwer? Da regen sie sich auf wenn Frauen gar keine oder erst sehr spät Kinder bekommen aber es einem leichter zu machen Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen darauf kommt keiner und wenn dann sind das eher Tropfen auf dem heißen Stein. Mir krampft sich jetzt noch der Magen zusammen wenn ich daran denke wie schwer die ersten Jahre waren nachdem ich mich dazu entschlossen hatte meinen Sohn zu behalten. Ein Studium wäre damals schon mal gar nicht drin gewesen.
Und dann verfolge ich gerade die Diskussion um die neuen deutschen Bachelor Abschlüsse, von denen einige behaupten, dass diese im Grunde keine wirklichen akademischen Abschlüsse sind. Nicht auszudenken was ich da für Probleme bekommen würde wenn ich diese hier übersetzen und anerkennen ließe.  Bereits jetzt habe ich damit Probleme da ich nur Berufsausbildungen habe. Eine sehr bekannte Bewertungsorganistation hier in den USA hat mir dafür zwei College Abschlüsse gut geschrieben und die Uni gar nix trotz meiner hohen Punktzahl im TOEFL Test und Unmengen von Credit-Hours aus meinen vorherigen Berufsausbildungen, weswegen ich nun ganz von vorne anfagen muss. Macht ja doch jeder was er will. Offiziell habe ich hier zumindest einen regulären High School Abschluss und kann somit machen was ich will. Und dann ist da noch die Kontroverse: Online Degree versus regulärer Campus Besuch, eine Diskussion die es so in Deutschland vielleicht erst in zehn Jahren oder so geben wird. Ich bin da der Zeit ein wenig vorraus.
Mein zukünftiges College gehört nämlich zur größten privaten amerikanischen Uni die Studiengänge komplett online anbietet. Ausgerichtet sind die Programme für Leute mit Beruf und oder Familie die eben unflexibel sind. Meine Freundin B., 33 Jahre,  hat bei eben jener Uni gerade ihren Bachelor in Business Administration gemacht und fängt nächste Woche mit ihrem Masters an. Freundin B. hat drei Kinder, hatte bis vor kurzem noch einen Vollzeit Job und einen Mann der gerade im Irak rumschwirrt. Typische amerikanische Familie halt, always busy. Sie kommt mit wenig Schlaf aus, muss sie auch denn sonst hätte sie das alles gar nicht machen können. Ich weiss noch wie beschäftigt sie immer mit irgendwelchen Bücher oder Assignments war, die sie für die Uni lesen bzw. fertig machen musste.
Das schöne an diesen Studienangeboten ist, dass man wirklich am Ende der Welt, ganz alleine und nackt auf einer einsamen Insel, unter einer Palme, sitzen könnte, mit seinem Laptop auf dem Schoß, einem Wireless Internet Zugang um ein Psychologie Studium zu absolvieren.
Auf der anderen Seite behaupten manche Leute so ein Abschluß wäre weniger wert weil natürlich das ganze Akademische Umfelt anders aussieht. Es gibt zwar sehr wohl virtuelle Klassenzimmer, Interactions mit anderen Studenten und Online Resources, nur halt keine Universitäts-Bibliothek und keinen verwirrten Professor und schon gar keine Komilitonen, die da rechtsradikale Äußerungen von sich geben, so wie z.B. in Deutschland. Auf die coolen Studenten Parties muss ich leider auch verzichten. Alles was neu ist macht auch Angst und wie kann man das eine System mit dem andern vergleichen wenn Zielgruppen und Ausführung so komplett unterschiedlich sind. Es ist eine Diskussion wie die zwischen E-Book und gedrucktem Buch, nur halt anders.
Klar gehe ich jetzt auch ein bißchen auf Risiko. Was ist wenn mein Abschluss  später das Papier nicht wert es auf dem er gedruckt steht?
Dann wiederum denke ich mir, dass ich sowieso in eine Computer orientierte Richtung gehe und es daher eher von Vorteil ist so viel Zeit wie möglich daran zu verbringen. Bedeutet so ein Online Studium nicht auch, dass man Mut hat, unabhängig ist und was Neues wagt?
Immerhin ist die Uni von vielen akademischen Stellen anerkannt, greift auf Regierungsbeihilfen zurück, wird gefördert und viele Arbeitgeber, auch Top Fortune Companies bezahlen ihren Mitarbeitern Kurse, die sie an jener Uni nehmen.
Und dann wiederum hab ich sonst nur begrenzt Möglichkeiten zu studieren, mit bleibt nix anderes übrig. Denn wie man es auch macht, irgendwem passt es immer nicht. So kann ich mich wenigstens noch voll und ganz auf die Familie konzentrieren, auf das Leben als Army Wife mit all den Vor- und Nachteilen und auf einen Beruf, den ich hoffentlich ausüben werde.
Wish me luck!

Viele Mütter sind wahrscheinlich froh, dass irgendeiner mal auf die Idee kam eine Ferienbibelwoche einzuführen. In der Sommerhitze gibt es sonst nicht viel womit man die Kids drei Monate lang dauerhaft beschäftigen könnte ohne dabei arm zu werden oder den halben Tag im Auto zu verbringen. So fand auch ich vor einigen Tagen jenen Flyer an meiner Tür, der da Beschäftigung für’s große und kleine Kind und Ablenkung für mich verhieß. Also wurden die Kinder dort angemeldet und mit zuckersüßer, heiliger Stimme fragte man mich ob ich nicht als Helfer mitmachen möchte. ich wählte einen Job an dem ich am wenigsten mit den Kindern zusammen sein muss. Nicht weil ich Kinder nicht mag sondern eher weil ich mir manchmal etwas unbeholfen im Umgang mit ihnen vorkomme, zumindest was fremde Kinder angeht.
Und so verteile ich weiße Plastiklöffel, Ketschup- und Mayobeutel, Servietten und Stohhalme an ca. 500+ Kids, öffne Fruchtschälchen und Milchpäckchen, hebe Karotten vom Boden auf und verhindere das unerwünschte Verkleben des Fußbodens. Dabei denke ich an ein übergroßes Werbeschild an dem ich hin und wieder vorbei fahre. „God’s Stimulus Package. (hier einsehbar bei einem Flickr-Nutzer, der das ebenfalls nicht ganz versteht). Darauf zu sehen sind vier Babies, die in einer Kiste sitzen. Ich versuche die ganze Zeit eine Verbindung zwischen Babies und Stimulus Package herzustellen….“Kids are a blessing“, sagt die Mexikanerin neben mir. Da fällt mein Blick gerade auf einen wilden Jungen, der sein Milchpaket zum auslaufen brachte und sich darüber freute wie sich die Servietten voll saugten. Ich habe ein besonderes Verhältnis zu Mexikanerinnen. Ich mag sie, finde sie sehr warmherzig und kann sehr gut mit ihnen. Jeder hat wahrscheinlich seine ganz eigenen Gründe warum er sich freiwillig zur Kinderverköstigung gemeldet hat. Ich glaube meine Mexikanerin ist einfach nur dankbar dafür dass sie einen Sohn bekam. Man hatte ihr gesagt, dass es medizinisch bei ihr fast unmöglich war schwanger zu werden. Ein kleines Wunder geschah in ihrem Leben, welches sie in ihrem Glauben bestärkte. Ich solle dankbar sein, sagte sie mir, dafür dass ich zwei gesunde Kinder hätte und ich sei ja noch jung. Sie fand es bemerkenswert, dass ich nach vier  Wochen so durch die Gegend renne und das freiwillig. Mein Körper hat sich soweit erholt…..
Mental bereite ich mich bereits jetzt schon auf meinen postpartum visit am Ende des Monats vor. „Dr. Sowieso ist einer der besten Ärtzte die wir hier haben. Der ist immer so mitfühlend mit den Frauen…!“ Ich erinnerte mich an die Worte der Krankenschwester. Dr. Sowieso hatte eine blaue Atemmaske auf, schwarzes Brillengestehl, spicy irgendwie und noch jung, dann schlief ich ein. Dann als es passierte sagte er nichts. Nun muss ich mich darauf gefasst machen nochmal alles durchzuspielen und er wird mit mir über meine Optionen reden wollen. Ich kann nicht darüber nachdenken nochmal schwanger zu werden.  Dr. Sowieso macht normalerweise keine postpartum visits. Aber irgendwo fand er noch einen Platz für mich. Dankbar dafür, so muss ich nix erklären.
Draußen wird es immer heißer. Die Managerin der Küche und des Essensraums macht das schon seit Jahren, so wie bereits ihre Großmutter. Alles ist bis auf die Minute durchgeplant. Jede Gruppe hat genaue Angaben wann man zu erscheinen und wann man die Plätze zu räumen hat. Anders geht es nicht bei der großen Anzahl von Kindern. Ich sehe ein bekanntes Gesicht, welches hoch über die kleinen Köpfe hinaus ragt. Mein Herz macht einen Sprung. Mit dicken wallenden Haaren, den dunklen Augen und in einem hübschen Kleid steht meine Freundin mir ihrer Gruppe an der Essenausgabe. Sie hat überall Goldglitter auf ihrer dunklen Haut. Die Kinder und sie bastelten merkwürdige Stäbe mit Gold- und Diamantenspitze, den Namen hab ich vergessen. Die Klimaanlage wehte den Goldstaub herum, der schließlich auf ihr und allen anderen Anwesenden landete. Irgendwann wurde aus ihr mehr als nur eine Nachbarin, sie wurde eine Freundin. An den genauen Moment kann ich mich nicht erinnern, ist eigentlich auch egal. Ich mag sie jedenfalls sehr. Der Goldstaub wird wohl noch tagelang an ihr haften.
Mein Sohn ist in der letzten Gruppe, die zum Essen kommt. „Mami, ich bin so froh dass ich dich hier immer sehe“, sagt er. Er ist total begeistert von der Bibelwoche und seinen Lehrerinnen. Ich sehe ein kleines Mädchen neben ihm, das mit ihm zusammen in der gleichen Schulklasse war. Ich erinnere mich gut an sie. Sie und meine Tochter klickten irgendwie als wir zum Eltern-Kind Walk kamen. Mein Sohn nennt sie kleine Prinzessin, ich finde das sehr treffend. Dann ist es irgendwann ein Uhr und somit Zeit zu gehen. Meine Tochter wartet schon sehnsüchtig in der Kleinkindbetreuung. „See you tomorrow“, ruft man mir hinterher…..