You are currently browsing the category archive for the 'Projekte' category.

So, hier ein paar Bilder vom Babyshower. Ich wuerde sagen es war ein voller Erfolg, auch wenn nicht alle gekommen sind, die eingeladen waren. Naechstes Mal muss ich allerdings die Bilder selber machen. So richtig gefallen mir diese naemlich nicht.

Zu einem Babyshower gehoert natuerlich immer eine Ballontraube.

Passend dazu gab es Papierteller und Becher. Ja, ich weiss der Planet stirbt….

Auch auf dem Kuchen war ein Teddy.

Wir spielten lustige Spiele. Zum Beispiel machten wir Babies aus Knete und ….

bemalten Babyunterwaesche mit Stofffarben, wie hier Frau Masters of Art.

Natuerlich gab es auch viel yummi Essen.

Und weil es so Spass macht, gibt es am naechsten Samstag gleich wieder eine Party. Mein Sohn wird neun und will eine Chef-Party, Chef as in Koch. Ich hoffe keines der Kinder kommt mit seiner besten Sonntagskleidung. Sie duerfen naemlich ihre Cup Cakes selber gestalten und wir machen andere Spiele, die mit Essen zu tun haben. Ich freue mich schon.

 

So, was hat sie denn gemacht, die ganze Zeit? Genaeht hat sie! Nun endlich ist meine Bluse fertig; nichts Besonderes aber eben selbst gemacht und man kann sie sogar anziehen!  

DSC00154

Zufrieden bin ich nicht unbedingt. Mein Ergebnis sieht ein wenig schlampig aus, insbesondere der Ausschnitt. Ich ueberlege noch wie ich das am Besten verstecken kann. Bei der Stoffwahl muss ich beim naechsten Mal auch mehr Geschick beweisen. Der Schnitt war fuer einen Stretch, mein Stoff geht eher in die Richtung weissglaenzender Gardienenstoff. Ich hab daher zuerst einen Vorschnitt aus einem Musselin angefertigt, zusammen gesteckt und das Ganze dann anprobiert.

Danach habe ich dann schoen abgeaendert und meinen angepassten Schnitt auf den weissen Stoff uebertragen.

DSC00055

Tja und nun bin ich fertig. Ich bin am ueberlegen was ich als naechstes naehen werde.

Viele Mütter sind wahrscheinlich froh, dass irgendeiner mal auf die Idee kam eine Ferienbibelwoche einzuführen. In der Sommerhitze gibt es sonst nicht viel womit man die Kids drei Monate lang dauerhaft beschäftigen könnte ohne dabei arm zu werden oder den halben Tag im Auto zu verbringen. So fand auch ich vor einigen Tagen jenen Flyer an meiner Tür, der da Beschäftigung für’s große und kleine Kind und Ablenkung für mich verhieß. Also wurden die Kinder dort angemeldet und mit zuckersüßer, heiliger Stimme fragte man mich ob ich nicht als Helfer mitmachen möchte. ich wählte einen Job an dem ich am wenigsten mit den Kindern zusammen sein muss. Nicht weil ich Kinder nicht mag sondern eher weil ich mir manchmal etwas unbeholfen im Umgang mit ihnen vorkomme, zumindest was fremde Kinder angeht.
Und so verteile ich weiße Plastiklöffel, Ketschup- und Mayobeutel, Servietten und Stohhalme an ca. 500+ Kids, öffne Fruchtschälchen und Milchpäckchen, hebe Karotten vom Boden auf und verhindere das unerwünschte Verkleben des Fußbodens. Dabei denke ich an ein übergroßes Werbeschild an dem ich hin und wieder vorbei fahre. „God’s Stimulus Package. (hier einsehbar bei einem Flickr-Nutzer, der das ebenfalls nicht ganz versteht). Darauf zu sehen sind vier Babies, die in einer Kiste sitzen. Ich versuche die ganze Zeit eine Verbindung zwischen Babies und Stimulus Package herzustellen….“Kids are a blessing“, sagt die Mexikanerin neben mir. Da fällt mein Blick gerade auf einen wilden Jungen, der sein Milchpaket zum auslaufen brachte und sich darüber freute wie sich die Servietten voll saugten. Ich habe ein besonderes Verhältnis zu Mexikanerinnen. Ich mag sie, finde sie sehr warmherzig und kann sehr gut mit ihnen. Jeder hat wahrscheinlich seine ganz eigenen Gründe warum er sich freiwillig zur Kinderverköstigung gemeldet hat. Ich glaube meine Mexikanerin ist einfach nur dankbar dafür dass sie einen Sohn bekam. Man hatte ihr gesagt, dass es medizinisch bei ihr fast unmöglich war schwanger zu werden. Ein kleines Wunder geschah in ihrem Leben, welches sie in ihrem Glauben bestärkte. Ich solle dankbar sein, sagte sie mir, dafür dass ich zwei gesunde Kinder hätte und ich sei ja noch jung. Sie fand es bemerkenswert, dass ich nach vier  Wochen so durch die Gegend renne und das freiwillig. Mein Körper hat sich soweit erholt…..
Mental bereite ich mich bereits jetzt schon auf meinen postpartum visit am Ende des Monats vor. „Dr. Sowieso ist einer der besten Ärtzte die wir hier haben. Der ist immer so mitfühlend mit den Frauen…!“ Ich erinnerte mich an die Worte der Krankenschwester. Dr. Sowieso hatte eine blaue Atemmaske auf, schwarzes Brillengestehl, spicy irgendwie und noch jung, dann schlief ich ein. Dann als es passierte sagte er nichts. Nun muss ich mich darauf gefasst machen nochmal alles durchzuspielen und er wird mit mir über meine Optionen reden wollen. Ich kann nicht darüber nachdenken nochmal schwanger zu werden.  Dr. Sowieso macht normalerweise keine postpartum visits. Aber irgendwo fand er noch einen Platz für mich. Dankbar dafür, so muss ich nix erklären.
Draußen wird es immer heißer. Die Managerin der Küche und des Essensraums macht das schon seit Jahren, so wie bereits ihre Großmutter. Alles ist bis auf die Minute durchgeplant. Jede Gruppe hat genaue Angaben wann man zu erscheinen und wann man die Plätze zu räumen hat. Anders geht es nicht bei der großen Anzahl von Kindern. Ich sehe ein bekanntes Gesicht, welches hoch über die kleinen Köpfe hinaus ragt. Mein Herz macht einen Sprung. Mit dicken wallenden Haaren, den dunklen Augen und in einem hübschen Kleid steht meine Freundin mir ihrer Gruppe an der Essenausgabe. Sie hat überall Goldglitter auf ihrer dunklen Haut. Die Kinder und sie bastelten merkwürdige Stäbe mit Gold- und Diamantenspitze, den Namen hab ich vergessen. Die Klimaanlage wehte den Goldstaub herum, der schließlich auf ihr und allen anderen Anwesenden landete. Irgendwann wurde aus ihr mehr als nur eine Nachbarin, sie wurde eine Freundin. An den genauen Moment kann ich mich nicht erinnern, ist eigentlich auch egal. Ich mag sie jedenfalls sehr. Der Goldstaub wird wohl noch tagelang an ihr haften.
Mein Sohn ist in der letzten Gruppe, die zum Essen kommt. „Mami, ich bin so froh dass ich dich hier immer sehe“, sagt er. Er ist total begeistert von der Bibelwoche und seinen Lehrerinnen. Ich sehe ein kleines Mädchen neben ihm, das mit ihm zusammen in der gleichen Schulklasse war. Ich erinnere mich gut an sie. Sie und meine Tochter klickten irgendwie als wir zum Eltern-Kind Walk kamen. Mein Sohn nennt sie kleine Prinzessin, ich finde das sehr treffend. Dann ist es irgendwann ein Uhr und somit Zeit zu gehen. Meine Tochter wartet schon sehnsüchtig in der Kleinkindbetreuung. „See you tomorrow“, ruft man mir hinterher…..