Gestern Mittag lief ein interessanter Beitrag im Fernsehen, der sich mit dem Thema Teenager und Drogen auseinander setzte.  Unglaublich was die Jugend von heute so im wahrsten Sinne des Wortes in sich reinschüttet. Für Alkohol benutzt man nicht mehr den normalen Weg über den Mund sondern auch andere Körperöffnungen wie etwa Nasenlöcher. Und es gibt tatsächlich Teenager die sterben an Erkältungsmedizin, die sie als Drogen mißbraucht haben. Und ganz interessant, die Teenager rauchen heute kein Marjuana mehr sondern Azteken Salbei ,Salvia divinorum, welches in vielen Staaten in den USA legal gehandelt wird.
In dem Beitrag hat ein Wissenschaftler der eben jene Salbeiart erforscht, sich einem Gehirnstromtest unterzogen und vor laufender Kamera fröhlich sein Pfeifchen geraucht. Danach irrte er gestützt von einem Arzt durch das Studio “Wie auf Wolken” und redete wirres Zeug. Andere Entwicklungen aus Teufels Drogenküche nennen sich Strawberry Quick Meth und Cheese Heroin. Cheese Heroin ist Heroin, dass mit Tylenol PM untersetzt wurde, Tylenol ist so eine Art Schmerzstiller. Strawberry Quick hingegen ist Meth unterlegt mit fruchtigen Geschmacksstoffen um es Kindern schmackhafter zu machen.
Der Beitrag ließ mich nachdenklich werden. Einige der Abhängigen waren nicht älter als 17 und hatten mit ca. 12 Jahren begonnen mit Drogen zu experimentieren. Es waren auch nicht unbedingt Kinder aus niederen sozialen Schichten sondern Kids mit Mama und Papa, die Jobs hatten und einen guten Eindruck machten. Problematisch war der Mix aus verschiedenen Drogen, Alkohol und eben Medikamenten. Unberechenbar die Folgen für die Gesundheit und vielen Fällen tödlich.
Wenn ich meinen Junior so anschaue, dann sehe ich einen heranwachsenden Jungen, der neugierig auf das Leben ist. Er kennt einige Jugendliche aus der Nachbarschaft, sei es durch Freunde, die ältere Geschwister haben oder seine Vorliebe für Basketball und Videospiele. Irgendwann wird er zwangsläufig mit dem Thema in Berührung kommen. Und wie wird er reagieren? Wir damals haben als Jugendliche Alkohol getrunken, allerdings eher harmlos, Radler und Cola-Weizen. Wir haben auch mit Marijuana experimentiert und uns bekifft. Aber alles andere hat uns eher abgeschreckt und irgendwann war man zu alt dafür.
Aber heute scheint es so, als wenn es da überhaupt keine Grenzen mehr gibt. Muss ich wirklich mit meinem Kind über den Mißbrauch von Hustensaft reden und jetzt schon? Wir haben weder Alkohol, noch Zigaretten im Haus, nur einige Schmerz- und Fiebersenkende Mittel, hauptsächlich für die Kids falls mal eins krank wird. Muss ich dass nun mit einem extra Schloß sichern?
Wir reden im Auto, mein Mann, mein Sohn und ich.
Mein Mann sagt: “Wenn dir jemand Drogen anbietet, merk dir wie er aussieht und dann geh weg.” Problematisch nur, dass es meistens keine Fremden, sondern enge Freunde sind, die einen mit Drogen in Berührung bringen.
Kind, ich weiß nicht wie ich dich davor beschützen soll. Ich schaue ratlos aus dem Fenster.